Auf dieser Webseite werden neben technisch notwendigen Cookies auch Cookies zur Analyse der Webseitenbesuche benutzt, die optional sind. Die analysierten Besucherdaten werden dazu verwendet, um die Webseiteninhalte und -dienste zu verbessern. Wenn Sie dieser Datenerhebung mit Cookies zustimmen, klicken Sie auf akzeptieren.

Studium Digitale: Die Barbaren sind die anderen.
Wie ein Denkmuster Geschichte und Literatur prägt
©Stefan Röhl

Mit dem digitalen Wissenschaftsprogramm "vhs.wissen live" bietet Ihnen die VHS Rosenheim in Kooperation mit den Volkshochschulen Erding und SüdOst im Lkr. München hochwertige Vortragsangebote aus Gesellschaft, Wissenschaft und Verbraucherbildung als Livestream! Sie sind von zuhause aus mit dabei und können sich an Diskussionen und Fragerunden über Chats beteiligen.

Wenn Sie dieses Programm finanziell unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende an den Förderverein der VHS Rosenheim oder werden Sie Vereinsmitglied. Weitere Informationen finden Sie hier.



Schon in der Antike haben Menschen andere als Barbaren abgewertet, um sich selbst aufzuwerten. Der Barbar war in der Regel der negative Gegenentwurf zum zivilisierten und kultivierten Hellenen oder Römer.
Die sogenannten Barbaren waren in ihren Augen all das, was sie selbst in ihrer Eigenwahrnehmung nicht waren: wild, grausam, gesetzlos, verschlagen, maßlos, triebhaft, dumm usw.
Nur in wenigen Fällen wurde der Barbar als Folie für Idealisierungen verwendet, beispielsweise um dekadente Tendenzen in der eigenen Gesellschaft zu markieren. Dann war der Barbar genügsam, einfach, unverdorben, gerecht, ehrlich oder fromm. Diese Zuschreibungen erinnern an das Bild des "edlen Wilden", das sich auch später in der Zeit von Sklaverei und Kolonialismus wiederfinden sollte.
Und auch heute funktionieren diese Mechanismen bei der Zuschreibung von Eigen- und Fremdidentitäten.
Der Althistoriker Mischa Meier und der Schriftsteller Durs Grünbein werden in einem Gespräch in der Villa Vigoni diskutieren, wie Identitätskonzepte wie das des Barbaren historisch entstanden sind, wozu sie mit welchen Folgen für die Betroffenen eingesetzt und wie diese Konzepte weitergeführt wurden. Wer sind heute die Barbaren und wer bestimmt das und welche Rolle spielt dabei Sprache und Dichtung?

Mischa Meier lehrt als Professor für Alte Geschichte an der Universität Tübingen. Sein Werk Geschichte der Völkerwanderung (C.H. Beck) wurde mit dem WISSEN!-Sachbuchpreis ausgezeichnet.
Durs Grünbein ist ein vielfach ausgezeichneter Lyriker, Essayist. Er ist Professor für Poetik an der Kunstakademie Düsseldorf und hat antike Klassiker aus dem Lateinischen und Griechischen ins Deutsche übersetzt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Deutsch-Italienischen Zentrum Villa Vigoni und der Gerda Henkel Stiftung statt.




 1 Abend, 16.11.2022
Mittwoch, 19:30 - 21:00 Uhr
19:30 - 21:00 Uhr
1 Termin(e)
ZeitOrt
Mi16.11.2022
19:30 - 21:00 Uhr
Meier Mischa
Grünbein Durs
B20024
kostenfrei

Belegung: 
Plätze frei
 (Plätze frei)
Dieser Kurs ist leider nicht mehr online buchbar. Bitte wenden Sie sich an das vhs-Büro, ob ein Einstieg noch möglich ist.